La Baracca im Gastro Check mit Max Mux

Einer der kleinen süßen Räume im La Barraca München.Max Mux. Bevor ich letzte Woche Donnerstag mit acht Freunden ins La Baracca am Maximilianplatz in der Maxvorstadt gegangen bin, habe ich in meinem Freundeskreis und im Internet die obskursten Geschichten gehört. Von absolut unfähigem Service Personal war da die Rede, von nicht funktionierender Technik, langen Wartezeiten und und und. Meine Vorfreude auf den Abend war gespalten, doch zumindest wußte ich was auf mich zukommt, dachte ich.

Für die jenigen, die das  La Baracca noch nicht kennen

Das La Baracca hat vor gut einem halben Jahr in München eröffnet. Die mediale und öffentliche Aufmerksamkeit war riesig, denn das neue Restaurant stellte ein völlig neuartiges Gastronomiekonzept vor. Alle Bestellprozess werden im La Baracca über am Tisch befindliche Touchpads gemacht. Jeder Gast hat ein eigenes Touchpad, welches  in Kombination mit einer persönlichen Chipkarte bedient werde kann  und Getränke und Speisen bestellt werden können. Die dabei bestellbaren Speisen kommen in kleinen Portionen, was das bestellen mit Touchpad noch interessanter macht. Ganz nach dem Prinzip “Was probieren wir denn als nächstes?”. Alles weitere gleicht einem ganz normalen Restaurant. Einem ganz normalen Restaurant, wirklich?

Wohl kaum, denn das La Baracca ist von seiner Einrichtung absolut außergewöhnlich. Trotz der Vielzahl an Tischen verliert man als Gast nie die Privatsphäre. Raumhohe (mindestens 4 Meter) Bücherregale teilen den Raum in mehrere kleine Räume auf und wer ein ganz eigenes Separee möchte der muss nur die Vorhänge zum Gang dezent zu ziehen und schon kann man nicht mehr gestört werden.Und zu guter Letzt kann man zu seinem eigenen Weinprobe einladen. Denn mit der persönlichen Keykarte ist es auch möglich aus einer großen Auswahl an Weinen an einer vollautomatischen Weinbar kleine Probierschlückchen zu genießen.

Nun zu der barschen Kritik die auf das La Baracca einhagelte, denn es scheint so, dass das neue Gastrokonzept zu Beginn mit ganz schön vielen Kinderkrankheiten herumgeschlagen hat. Die Technik funktionierte nicht immer, das Team war noch nicht eingespielt und der starke Andrang zu Beginn sorgte dafür dass jeder ein wenige überfordert war, sei es Mensch oder Maschine. Bei meinem Besuch habe ich aber ein La Baracca erlebt, was in seine Pubertät angekommen ist und gefällt, wie kaum ein anderes Restaurant in der Maxvorstadt. Die einzelnen Gerichte aller Freunde am Tisch kamen prompt, die Getränke in der gleichen Zeit, wie in einem normalen Restaurant, die KellnerInnen haben einige Späße mit uns mitgemacht und das Essen war zu guter Letzt lecker. Natürlich sind die Portionen nicht sehr groß aber wer sich darüber bei einem Restaurant wie dem La Baracca beschwert hat das Konzept nicht ganz verstanden. Denn hier geht es darum mit Freunden zusammen zu sein, die Karte rauf und runter zu essen (kein Gericht über 9€), fleißig auf dem Touchpad rumzuspielen und einfach Spaß zu haben. Und das Konzept ging an dem Abend voll und ganz auf.

Ich hoffe persönlich, dass das La Baracca nun alle Hindernisse überwunden hat und von vielen noch eine zweite Chance erhält, denn das hat es sich reglich verdient. Max Mux empfiehlt auch es auf jeden Fall. Ohne Spass, hingehen!

3 Comments

  • …ja wer sagt’s denn, so langsam wird’s. Prima das wir in München mal wieder die Innovativsten Leute am Werk Haben. Da soll nochmal einer kommen mit Tokio oder New York -> München kanns halt doch besser:-).

    Lieben Gruß Ralf.

  • Hat das ein Mitarbeiter des LB geschrieben? Ich war vor 2 Wochen dort und an den ‘Kinderkrankheiten’ hat sich nichts geaendert!

    • Wir können versichern das Max kein Mitarbeiter des La Baracca ist oder war. :-) Dafür scheint er aber einen guten Abend erwischt zu haben und war voll auf zufrieden. Wie es an anderen Tagen ist/war können wir natürlich nicht beurteilen.

Spucks aus: