Persönlichkeiten der Maxvorstadt – Thomas Heine

 

In Teil 2 der Reihe Persönlichkeiten der Maxvorstadt widmen wir uns einem der herausragendsten Künstlern des zwanzigsten Jahrhunderts: Thomas Theodor Heine. Aber was hat Thomas Theodor Heine eigentlich mit der Maxvorstadt zu tun und warum war er so wichtig für den Stadtteil. Und warum erinnert sich heute kaum jemand an ihn?

Teil 2: Thomas Theodor Heine – Die rote Bulldogge

Thomas HeineMaxvorstadt (mm). 1896. Es muss einer dieser Abende im Cafe Kronprinz Rudolf in der Maxvorstadt gewesen sein, viel Bier und Absinth floss die Kehlen herunter. Eine stämmige Frau wuselt durch die Tische, bedient ihre Gäste. Der Raum ist erfüllt mit geistreichen Einfällen und Diskussion. Ganz hinter in der Ecke sitzen zwei Männer und stecken ihre Köpfe zusammen, leise fast verschwörerisch reden sie aufeinander ein. Die beiden Herren an dem Tisch sind Thomas Theodor Heine und Albert Langen und all die anderen namenhaften Gäste wie Frank Wedekind oder Ludwig Thoma werden zeigen, wie in der Maxvorstadt eines der wichtigsten Satireblätter der Vorkriegszeit entsteht – der Simplicissimus..

Die zornige rote Bulldogge, welche die Ketten der Zensur zerbeißt wird zu Heines bekanntesten Werken. Er trägt das Satire Magazin viele Jahre mit seinen Zeichnungen und Werken. Schon im Vorfeld als Heine 1892 nach München in die Maxvorstadt kam, machte er sich als Zeichner in den Redaktionen der Fliegenden Blätter verdient. Er saß die Nächte in seiner Wohnung in der Theresienstraße  148, nach den vielen Stunden im Simplicissimus, und brachte seine Ideen zu Papier.

Neben klassischen Zeichnungen und Karikaturen für das Magazin Simpliccimus war Heine ein herausragender Zeichner von Plakaten und erhob es zu einer waren Kunst. Heute gilt er als erster Meister dieser Richtung und sein Plakat “Die 11 Schafrichter” ist eines der wichtigsten Werke dieser Kunstrichtung. Durch seine tragende Rolle bei Simpliccimus und seiner Nähe zu Maxvorstadts “Spießgesellen”, die 1905 mit Kathi Kobus in den alten Simpl in die Türkenstraße umzogen, konnte Heine seinen Ruf und sein Ansehen schnell steigern

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