Persönlichkeiten der Maxvorstadt – Georg Elser

MaxvorstadtMuenchen.de stellt in dieser Reihe bekannte historischen Persönlichkeiten vor, welche in der Maxvorstadt gelebt und gearbeitet haben. Von Franz Struck, über Thomas Mann, dem deutschen Diktator Adolf Hitler, bis hinzu seinem Attentäter Georg Elser hat die Maxvorstadt viele Gesichter der deutschen Geschichte gesehen und kann ebenso viel Geschichte selbst erzählen.

Teil 1: Georg Elser – Der Wiederstandskämpfer

8. November 1939, 21:20 eine Explosion erschütterte den Bürgerbräukeller auf der Rosenheimerstraße in München in dem der nationalsozialistische Führer Adolf Hitler, wie jedes Jahr eine Rede in Gedenken an seinen gescheiterten Putschversuch in München im Jahre 1923 gehalten hatte. Panik durchfuhr das hölzerne Gemäuer, Menschen schrien, pressten zu den Ausgängen, 8 Tote, 63 Verletzte. Doch von Hitler fehlte jede Spur, denn dieser hatte bereits 13 Minuten zuvor den Saal verlassen. Das Attentat auf den deutschen Diktator war gescheitert und sein Drahtzieher Georg Elser konnte seinen Wunsch Deutschland von dem Massenmörder Hitler zu befreien nicht erfüllen.

Das missglückte Attentat ging in die Geschichte ein. Das Bild von Elser für den Wiederstand gegen das NS-Regime und als Beispiel für die Kraft des Volkes. Was kaum einer weiß ist, dass der Attentäter Georg Elser ein Maxvorstädter war. Er plante und baute die letzten Teile der Bombe und bereite das Attentat unbehelligt in der Türkenstraße vor. Doch gehen wir einen einen Schritt zurück, was war vorher eigentlich passiert.

Elser war schon früh ein entschiedener Gegner des Nationalsozialimus, ob eine generelle Ablehnung zu Grund lag oder eine Verbundenheit zur kommunistischen Ideologie, auf dich sich schließen lässt da Elser Mitglied eine KPD Ortsvereins war, ist heute nicht sicher zu konstruieren. Jedoch verweigerte er zum Beispiel den Hitlergruß und ignorierte auffällig alle Ansprachen von Adolf Hitler über den Volksempfänger. Später sagte Elser, dass seine Abneigung in dieser Zeit, vor allem den verschlechterten Lebensbedingungen in Deutschland nach Machtergreifung der NSDAP zu geschuldet war.

Doch dies bekam zwischen 1936-1939 eine andere Wendung. Der gelernte Dreher und Schreinerarbeitete in dieser Zeit in der Armaturenfabrik Waldenmeier in Heidenheim, sowohl als Gussputzer wie auch in der Versandabteilung. In dieser Tätigkeit erlang Esler zu der Kenntnis, dass es in der Armaturenfabrik eine Sonderabteilung gab, da er regelmäßig verschiedene Bauteile an diese Abteilung und deren Unterabteilungen zu liefern hatte. Er erkannte die massive Rüstungsplane der Regierung und durch das Münchener Abkommen vom 30.September 1938 und einem Besuch Elser im gleichen Jahr im Bürgerbräukeller in München zu Gedenken an den missglückten Putschversuch von Hitler, erkannte Elser auf was Deutschland zusteuerte – einen Krieg. Noch an gleicher Stelle beschloss Elser dies zu verhindern und im folgenden Jahr ein Attentat auf Adolf Hitler zu verüben, in der Hoffnung, dass dadurch dem Schrecken Einhalten gebieten werden konnte.

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