Rauchverbot in der Maxvorstadt

Maxvorstadt (nie). Zwei Monate ist es nun her, dass das totale Rauchverbot in Bayern, München und damit auch in der Maxvorstadt durchgesetzt wurde. Grund genug für MaxvorstadtMuenchen sich auf den Straßen der Maxvorstadt umzuhörern und ein paar Stimmen einzufangen. Denn der schlimmste Tag für Raucher in der Maxvorstadt und in ganz München steht noch bevor – Samstag 18. September Anstich auf dem Oktoberfest. Das kühle Helle fließt in Strömen und bei manchen sitzt die Schachtel dann doch etwas lockerer, darf sie aber gar nicht – für Raucher ein Graus. “In Restaurants und Bars finde ich es absolut angemessen”, sagt Stefan Mairsch, Student in der Maxvorstadt, den wir in der Augustenstraße ansprachen “aber auf dem Oktoberfest, bei der Zeltgröße? Ich habe mich als Nichtraucher nie belästigt oder gefährdet gefühlt”, führt Stefan weiter aus und fügt noch lächelnd hinzu “Da mach ich mir eher Gedanken über die gesundheitliche Gefahr des Bieres.”

So wie Stefan geht es den meisten Bürgern der Maxvorstadt. An das Rauchverbot in der klassischen Gastronomie haben sie sich längst gewöhnt und finden es gar nicht so schlimm, selnst jetzt bei den herbstlichen Temperaturen qualmend vor der Tür zu stehen. Denn da sein man nicht nur unter sich, sagt Melanie Schmidt eine Verkäuferin aus der Maxvorstadt, sondern Raucher seien ja im allgemeinen sowieso viel kommunikativer und man komme so auch viel schneller ins Gespräch mit neuen Leuten, wie in ihrer Lieblingsbar in der Amalienstraße. Denn nicht nur das Rauchen verbinde jetzt, sondern auch das gemeinsame Bibbern und Zittern in der Kälte.

Aber diese Verständlichkeit hört anscheinend bei dem Wiesnbesuch auf, denn im Gegensatz zu den Cafes und Bars der Maxvorstadt gibt es hier keinen garantierten Wiedereinlass. Das heißt wer auf dem Oktoberfest raucht riskiert nicht mehr zu seinen Freunden gelassen zu werden. Aber vielleicht können dann auch hier vor der Tür schnell neue Kontakte und Freude gefunden werden.

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