Boom! – Ich bin zurück

 

Mir ist es ja schon fast peinlich, ich muss sagen ich schäme mich und wenn mich jemand jemals fragen sollte, werde ich diesen schwarzen Fleck in meinem Lebenslauf totschweigen. Ich habe jetzt 33.120 Minuten (na kommt schon, rechnet es aus) in der Reichenbachstraße gewohnt. München Mitte, Glockenbach, Haidhausen – kotzen!

Ich mein‘ hey nix gegen das Glockenbach – ich hänge gerne am Gärtnerplatz rum und ziehe dort durch die Kneipen, wenn ich gerade mal in der Nähe bin, aber irgendwie ist es anders dort zu wohnen. Das Flair ist nicht das Gleiche, wie in der Maxvorstadt – es ist mir nicht genug „zwischen den Stühlen“. Ja klar jetzt labbert ihr wieder über Homosexuelle, Style, Variationen und Cafes – Bullshit! Darum geht es gar nicht. Es geht mir um die Vielfältigkeit. In der Maxvorstadt da wohnt alles: Student, Schwuler, Lesbe, Manager, Arbeiter, Professor, Handwerker, Verrückter, Künstler, Nutte, Dealer, Dj, Musiker, Nachtschwärmer, Tageulen, Möchtegern, Macher, Mütter, Väter, Kinderhasser, Reiche, Arme, Bettler, Penner, Sozialschmarotzer, Hartzer. Boom!

Und was mich am meisten am Glockenbach ankotzt ist, dass es hip ist. Es ist so hip, dass es schon wieder Mainstream ist. Das ist ein bißchen wie das Tambosi am Odeonsplatz. Jeder will hin, aber es ist doch einfach nur scheiße als Huhn auf der Stange zu sitzen, wenn gleich nebenan ein schöner Biergarten mit tollen Blick auf die Residenz ist. Wie gesagt Bullshit!

Naja egal, das Kapitel ist Gott sei Dank beendet und ich habe es mal probiert und versucht. Für Dauer sollte es sowieso nicht sein, eher ein One Night Stand ohne Reue und mit ausgiebiger Dusche als Nachspiel. Jetzt bin ich wieder in meiner guten alten Maxvorstadt, am Jospehsplatz, im Zentrum der geilsten Vorstadt Münchens.

Ich fühl mich schmutzig und muss jetzt duschen – gutes Maxvorstadt-Wasser, nur damit wirst du richtig sauber.

MM

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