Die Schellingstraße in der Maxvorstadt gehört mit einer Länge von knapp 2 Kilometern zu den längsten der Maxvorstadt und verläuft von der Ludwigstraße in westöstlicher Richtung zur Lothstraße. Dabei verändert sich das Bild der Schellingstraße erheblich.Ihrem Namen verdankt die Schellingstraße, die zuvor Löwenstraße hieß, Max II. der die Straße kurzerhand nach seinem Lieblingsphilosophen Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling unbenannte. Einst war die Schellingstraße geprägt von Prachtbauten, welche aber leider dem starken Bombardement der Maxvorstadt im zweiten Weltkrieg zum Opfer fielen. Diese wurden teilweise durch klassischen 60er und 70er Jahre Bauten ersetzt, welche nun aber größtenteils wieder restauriert werden um der Schellingstraße einen alten Glanz zurückzugeben.

Im Bereich der Ludwigstraße ist sie das Dreh und Angelkreuz von vielen bekannten und beliebten Straßen der Maxvorstadt, wie die Amalienstraße, Türkenstraße, Barerstraße und Augustenstraße. Bis zur Augustenstraße ist die Schellingstraße eine lebhafte geschäftmeile auf der Cafe, Restaurants, Einzelnhändler und viele weitere ihre Heimat haben. Zu den Ältesten Einrichtungen gehört dabei der Schellingssalon, der schon mitte des 19. Jahrhunderts das erste Mal als Wirtshaus der Maxvorstadt in Geschichtsbüchern genannt wurde. Aber auch das älterste italienische Restaurant Maxvorstadt und Münchens, die Osteria Italiana, hat hier seit Jahrzehnzenten sein zu Hause.

Wie viele Teile der Maxvorstadt ist die Schellingstraße über die Jahre durch den Bezug zur Universität sehr studentische geprägt. Doch auch auf der Schellingstraße finden sich hochwertige Restaurants, teure Boutiquen und exquisite Möbelhäuser. Und genau dieses Zusammenspiel macht den ganz besonderen Charm der Schellingstraße aus. Den Glanz also große Denker durch die Schellingstraße zogen hat sie bis heute für die Bewohner der Maxvorstadt nicht verloren, sie ist “eine der politisch und kulturgeschichtlich interessantesten Straßen der Welt” (SZ-Artikel)

Darunter wurde die Schellingstraße auch immer von ihren Bewohnern geprägt und davon hatte sie schon immer eine namenhafte Auswahl zu bieten:

- Franz von Stuck (Maler) war in der Schellingstraße Nr. 5 kreativ.

- Ferdinand von Reznicek (Zeichner) lebte in der Schellinstraße 19 und 111.

- Joachim Ringelnatz (Schriftsteller) wohnte ein Zeit in der Schellingstraße Nr. 23.

- Wilhelm Hüsgen (Bildhauer) lebte in der Schellingstraße Nr. 24.

- Wilhelm Hoegner (Politiker) hatte in der Schellingstraße 26 ein zu Hause gefunden.

- Frank Wedeking (Schriftsteller) lebte ein zeitlang in der Hausnummer 27.

- Alfred Rosenberg (NS Philosoph) lebte in der Schellingstraße Nr. 39.

- Franz Jospeh Strauss ( Poltiker) wuchs in der Schellingstraße 44 un 49 auf.

- Henrik Ibsen (Schriftsteller) wohnte in der Schellingstraße 55.

- Wassily Kandinsky (Maler) malte und lebte in der Schellingstraße 62 und 75.

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