*Update* Die Penner der Maxvorstadt

Jeder von euch kennt meine Geschichte “Wenn selbst die Penner dich grüßen“. Jetzt habe ich für jeden der diese Geschichte geil fand, die ultimative Fortsetzung.

Es muss so circa eine Woche her sein, da komm ich in der früh aus meiner Wohnung am Jospehsplatz und biege links in die Görresstraße ein (könnt ihr mir folgen?). Auf der rechten Seite am U-Bahn Eingang steht der einzige NICHT zugängliche Zigarettenautomat der Maxvorstadt, weil davor ein Ungetüm von Streugut-Behälter steht. Und ihr werdet nicht glauben, wer den Streugutbehälter als Kleiderschrank benutzt.

Nein, nicht die Wachmänner von der (sinnlosen) Baustelle am Jospehsplatz, die haben doch ihre ganz eigenen Container. Es ist der Becher-Schüttler (schönes Wort oder) von der Augustenstraße. Meistens findet ihr ihn zwischen Schlemmerland Nowak und dem VollCorner Biomarkt. Also die übliche rumänische Geldpreller Strategie – vor den teuren Läden auf Kleingeld warten.

Ja, es ist jetzt nicht so die mega heiße News, dass jemand in einem Streugutcontainer seine Klamotten versteckt – macht doch jeder in der Maxvorstadt. Aber wußtet ihr, dass der Kollege auch eine Freundin hat.

Ah – siehste, wußt’ ich doch, dass ich mehr weiß. Seine Freundin ist auch eine Becher-Schüttlerin und genau im gleichen Jagdrevier unterwegs wie er.Woher ich das weiß?

Wir gehen anscheinend im gleichen Supermarkt einkaufen, im Netto am Jospehsplatz. Macht ja auch eigentlich Sinn, denn unsere “Wohnungen/Kleiderschränke” sind ja ungefähr gleich weit entfernt. Ich komme also vor ein paar Tagen in den Netto rein, und wer grabscht sich ein paar Tomaten in eine Plastiktüte – mein Kollege.

Und wenn labbert er an – seinen Kollegen.

Hat irgendeiner der Kollegen sich verstanden – Nein.

Er und seine Freundin zeigten wirr mit der Plastiktüte auf die Waage und ich zeigte verwirrt zur Kasse. Das Ende vom Lied war dann dass ich ihn an die Hand genommen habe und mit ihm zur Kasse gegangen bin. Begleitet von seinen einzigen deutschen Worten “Servus. Grüß di”.  Bezahlen mußten Sie dann ürbgiens selber, aber ich habe noch nie zwei Menschen so glücklich über Tomaten und über integrierte Waagen in Kassensystemen gesehen.

Jetzt noch ein guter Schluss? – Mhm wir wär’s mit:

Und wenn Sie nicht aufgehört haben den Becher zu schütteln, dann werfen Sie sich auch heute noch verliebte Blicke über die Augustenstraße zu.

Euer,
MM

Spucks aus: