Die Türkenstraße ist das Sinnbild der Maxvorstadt. Jeder kennt sie, kaum einer der sie nicht liebt. Seit 1812 ist ihr Name verbürgt und wurde benannt nach dem Türkengraben der einst an ihr entlangfloß, der von türkischen Krieggefangenen gebaut wurde. Ihr Verlauf beginnt bei der Briennerstraße und endet im Norden an der Grenze Maxvorstadt an der Georgenstraße. Sie kreutz dabei alle wichtigen Hauptverkehrstraßen der Maxvorstadt, wie die Schellingstraße, Theresienstraße und Gabelsbergerstraße.

Die Türkenstraße, dass ist seit jeher eine Straße für die Ausgehstunden, wo früher einst zünftige Wirtshäuser ihre Schänken hatten und Anfang des 19 Jahrhunderts Künstlerkneipen wie der Simplicissimus die intellektuelle Elite der Maxvorstadt in die Türkenstraße zogen, sind heute stylische Bars und Kneipen für jede Altergruppe zu finden. Doch schon längst ist die Türkenstraße auch für ihre Boutiquen und Modeläden berühmt. Sei es neuer Designerschick oder amerikanischer Trash, jeder findet hier etwas für den Kleiderschrank. Die Türkenstraße ist lebendige Historie, lebendige Leidenschaft für die Maxvorstadt.

Durch den Simplicissimus und den Golden Hirsch, in dem die Elf Schaftrichter tagten, wurden viele Künstler in die Türkenstraße gezogen und fanden in ihren Häusern ein zu Hause. Wie zum Beispiel:

- Max Halbe (Dramatiker) lebte in der Türkenstraße 49.

- Friedrich Huch (Schriftsteller) schrieb in Nr. 36.

- Heinrich Mann (Schriftsteller) schrieb und arbeitet in den Hausnummern 35 und 68a.

- Frank Wedeking (Schriftsteller) lebte in der Türkenstraße in Nr. 30 und 69.

- Reinhard Heydrich (Gestapo-Chef) wohnte einst in der Türkenstraße Nr. 23.

- Alfred Walter Heymel (Verleger) war in der Türkenstraße 11 zu Hause

- August Endell (Architekt) lebte in der Türkenstraße 52.

- Georg Fuchs (Schriftsteller) nannte die Türkenstraße 54 sein zu Hause.

- Joachim Ringelnatz (Schriftsteller) wohnte direkt über dem Simplicissimus in der Hausnummer 57.

- Hans Brandenburg (Schriftsteller) schrieb in der Türkenstraße Nr. 68.

- Franziska zu Reventlow (Schriftstellerin) lebte in der Hausnummer 81.

- Georg Elser wohnte und plante sein Attentat auf Hitler in der Nr. 94

Cafes, Bars und Restaurants in der Türkenstraße

- Soda, Türkenstraße 51

- Cafe Zeitgeist, Türkenstraße 74

- Cafe Puck, Türkenstraße 33

- Paulo, Türkenstraße 69

- Vianne Chocolate, Türkenstraße 55

- Laden, Türkenstraße 37

- Pavesi Picnic, Türkenstraße 61

- The Victorian House – Brown’s, Türkenstraße 60

- Alter Simpl, Türkenstraße 57

- Sausalitos, Türkenstraße 50

- Türkenhof, Türkenstraße 78

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